Schwester Marion und der Einlauf des Jahres

Autsch! Nach 46 Jahren als Kinderkrankenschwester bei einem Arbeitgeber soll Marion Hennig ihren Renteneintritt mit einem 10-Euro-Blumengutschein feiern. Stattdessen berichtet die Dresdnerin heute in der Zeitung über ihre Enttäuschung. Respekt für diesen Mut!

Nach zwölf Stunden im Netz haben schon über 130.000 Menschen darüber gelesen. So viel schlechte Presse kann keine gute Pressemeldung wettmachen. Potenzielle Bewerber*innen werden genau hinschauen, wie es mit der Wertschätzung für die Pflege so aussieht.

Corona hin oder her – wer bleibt heute schon fast fünf Jahrzehnte bei einem Arbeitgeber, geht mit ihm durch alle Höhen und Tiefen? Ich kenne Marion Hennig nicht persönlich, aber ich könnte sie kennen. Als ich meine Ausbildung im Dresdner Uniklinikum begann, hatte sie schon einige Jahre Berufserfahrung.

Ich frage sie an, ob sie hier über ihre Ambulanzerfahrung erzählen möchte. Die Kinderkrankenschwesterausbildung in Dresden hat eine über 120-jährige Tradition – ich schrieb darüber mehrmals.

 

Foto: Screenhot Tag24

Original von Ove Landgraf

 

 

 

2 Kommentare zu “Schwester Marion und der Einlauf des Jahres”
  1. Hallo, das ist leider heute üblich. Ich habe von meinem Arbeitgeber nach 36 Jahren gar nichts als Anerkennung zu meinem Renteneintritt erhalten. Dann wundert man sich, dass wenige in den Pflegeberufe eintreten möchten. Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um Anerkennung.

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