Schwesternpost künftig per Telegram statt per E-Mail

In eigener Sache: Nach einem Mini-Feldversuch wurde der bisherige automatisierte E-Mail-Versand für neu erschienene Beiträge auf dieser Seite eingestellt. Neben rezidivierenden technischen Problemen des Plugins war für diese Entscheidung auch relevant, die tägliche E-Mail-Flut zu bändigen.

Neuigkeiten werden (nicht inflationär) künftig auf dem Telegram-Kanal von Sprechstundenschwester gepostet. Sie können somit auch mobil auf jedem Smartphone empfangen und gelesen werden, sofern die App installiert ist. Für alle, die das Medium noch nicht kennen: Ein Kanal ist – anders als eine Gruppe – ein Einweg-Medium. Das heißt, überwiegend kurze Informationen zu den Themen des Portals, manchmal nur Links, werden von der Kanalinitiatorin gepostet, Diskussionen wie in einer Gruppe sind aber nicht möglich. Abonnent*innen sehen auch nicht, wer den Kanal ebenfalls abonniert hat. Neue Posts werden als Zahlen im App-Button angezeigt. Das kennt man beispielsweise von SMS- oder E-Mail-Nachrichten. Wer die Nachrichten nicht mehr oder nur vorübergehend nicht erhalten möchte, kann den Kanal stumm schalten oder abbestellen.

Sollten die Wünsche nach Vernetzung und aktiven Begegnungen aller am Thema Interessierten perspektivisch weiter zunehmen, ist auch eine Gruppe zum aktiven Austausch denkbar. Aktuell aus Zeitgründen noch nicht. Viele digitale Möglichkeiten, zum Beispiel Sprachnachrichten und Livestreams, sind auf Telegram möglich. Alle Features hat Sprechstundenschwester noch nicht durchdrungen.

Jedes Medium hat Risiken, die eigenverantwortlich abgewogen werden müssen. Deshalb ein Wort zum Datenschutz. Die Verbraucherzentrale hat jüngst Messenger-Alternativen geprüft und schätzt bezüglich des erwähnten Mediums ein:

"Telegram hat keine Datenschutzerklärung auf Deutsch. Neben der Notwendigkeit der Verknüpfung mit der Telefonnummer fordert die App die Angabe eines Vornamens. Ob die Angabe richtig ist, wird aber nicht überprüft. Ob andere Nutzer Ihre Telefonnummer sehen, können Sie einstellen. Die Funktion des Cloud-Chats mag zur geräteübergreifenden Nutzung praktisch sein, hierfür müssen aber sämtliche Chatinhalte verschlüsselt auf Servern gespeichert werden. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bieten nur die "Secret-Chats", die aber extra ausgewählt werden müssen und die nicht für Gruppengespräche zur Verfügung stehen. Dazu kommt, dass Telefonnummern sowie Vor- und Nachnamen von Kontakten aus dem Adressbuch gespeichert werden, wenn die Kontaktsynchronisation genutzt wird. Ohne Zugriff auf das Adressbuch ist – anders als bei Android – bei iOS kein Start eines Chats möglich. Die Synchronisation kann an- und abgeschaltet werden und Kontakte können gelöscht werden. Bei Inaktivität von sechs Monaten werden die Nutzerdaten automatisch gelöscht. Der Zeitraum lässt sich in den Einstellungen ändern. Das Verschwinden einzelner Nachrichten kann nur in "Secret-Chats" mit unterschiedlichen Zeitstufen aktiviert werden und wirkt sich dann auf alle künftigen Nachrichten dieses Chats aus."

 

Was heise online von Telegram hält, steht hier.

Die klassischen Kommunikationswege (E-Mail, Telefon, Kommentar) bleiben selbstverständlich erhalten. Fragen? Gerne.

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