Post aus dem Bundesgesundheitsministerium

Um den Jahreswechsel hatte ich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (die sich für die Aufwertung sozialer Berufe ausspricht) zur Thematik der examinierten Sprechstundenschwestern angeschrieben. Eine erste Antwort aus dem BMG liegt vor, leider nicht viel Neues.

Ich habe nachgehakt und reiche die Reaktionen hier nach, so bald sie vorliegen. Insbesondere wollte ich wissen, was sich nach der Empfehlung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages 2009 im Bundesgesundheitsministerium getan hat und ob ein Gutachten erstellt wurde (hierzu liegen mir widersprüchliche Aussagen vor). Oder ob, wie es scheint, das Anliegen in Schubladen verschwunden ist.

Bis jetzt habe ich keine examinierte Sprechstundenschwester getroffen, der nach der Wende eine pflegerische (Zusatz-)Ausbildung angeboten wurde, um die Anerkennung als Krankenschwester zu erhalten. Mir ist auch kein Lehrinstitut auf dem Gebiet der Neuen Bundesländer bekannt, dass ein Angebot dieser Art nach 1990 im Angebot hatte. Hinweise dazu sind willkommen!

 

 

 

Foto: Dagmar Möbius

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4 Kommentare zu “Post aus dem Bundesgesundheitsministerium”
  1. Sehr geehrte Frau Möbius,
    ich bin ausgebildete Sprechstundenschwester und arbeite seit 2007 als ungelernte Arbeitskraft und werde auch dementsprechend niedrig bezahlt. Die o.g. Ausbildung wird belächelt u. bis dato im stat. Bereich nicht einmal teilanerkannt. Eine Zusatzausbildung wurde mir bis jetzt nicht angeboten.Die Petition v. 2009 ist mir bekannt und im sogenannten Einigungsvertrag wurde man schlichtweg vergessen. Gleiches gilt für die Anerkennung bei der Rente f. die 3 jährige Fachschulausbildung. Man wurde als Student eingestuft und nicht anerkannt. Nur in einigen EU-Ländern wird die Ausbildung der Krankenschwester gleichgesetzt. So entgehen mir im Durchschnitt 700,00 Euro monatlich an Gehalt. Auch das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz trifft nicht für uns zu.

    • Sehr geehrte Frau Hoffmann, danke für Ihren Kommentar. Es ist sehr wichtig, dass examinierte Sprechstundenschwestern sichtbar und ernst genommen werden – ich habe Ihnen eine ergänzende PN geschickt. Freundliche Grüße, Dagmar Möbius

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