Einst Brauerei, heute denkmalgeschütztes Ärztehaus

In unmittelbarer Nachbarschaft des Marcolini Palais in Dresden-Friedrichstadt öffnete jüngst ein saniertes Ärztehaus. Bauherr war das Städtische Klinikum. Innerhalb von zwei Jahren wurden 1.500 Quadratmeter Praxisfläche neu geschaffen. Auf jeder Etage sind zwei Praxiseinheiten. In der 4. Etage des denkmalgeschützten Ärztehauses befindet sich eine chirurgische Praxis, in der auch ambulant operiert wird. Die Farbgestaltung, beispielsweise des Treppenhauses orientierte sich an optischen Akzenten der 1950-er Jahre. Einen behindertengerechten Zugang hat man an einer Gebäudeseite neu geschaffen.

Eingang Friedrichstraße 39

Nachhaltig wurde auch gedacht: Eine Zisterne unter dem Parkplatz auf der Rückseite des Gebäudes kann 120 Kubikmeter Regenwasser aufnehmen. „Durch eine sogenannte Bauteilaktivierung können damit die Zimmerdecken im Sommer gekühlt und im Winter erwärmt werden. In Nicht‐Patienten‐Bereichen kommt das Wasser bestenfalls auch für die Toilettenspülung zum Einsatz“, heißt es in der Presseinformation des Klinikums.

Denkmalgeschütztes Ärztehaus Dresden-Friedrichstadt

Bevor das Haus viele Jahre als Ärztewohnhaus genutzt wurde, war es übrigens eine Brauerei. Die Grundmauern des Ärztehauses und das Gewölbe im Erdgeschoss sollen etwa aus dem Jahr 1717 stammen.

Diese Fachrichtungen praktizieren jetzt im Ärztehaus Friedrichstraße 39, Dresden:

  • Gastroenterologie
  • Kinderpneumologie und Allergologie
  • Hausärztliche Versorgung
  • HNO
  • Physiotherapie
  • Chirurgie
  • Psychotherapie

Marcolini Palais

In der benachbarten früheren Poliklinik, später MVZ, im Marcolini Palais, arbeiten noch eine Hautarztpraxis, eine urologische Praxis sowie zwei Hausärztinnen (Stand August 2022).

Richard-Wagner-Gedenktafel

 

 

Und noch etwas Bemerkenswertes ist am Gebäudekomplex zu entdecken: Eine Gedenktafel erinnert daran, dass Richard Wagner (1813 – 1883), einst Komponist und Königlicher Kapellmeister am Dresdner Hoftheater hier unter anderem die Lohengrin-Partitur schuf.

 

 

 

Fotos: Dagmar Möbius

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